PIXERA liefert beeindruckende Live-Visuals für Kaskade und Addison Rae beim Coachella 2026
Mit hoher Performance, flexibler Systemarchitektur und nahtloser Integration realisiert PIXERA beeindruckende Festivalerlebnisse auf einer der größten Bühnen der Welt.
Das Coachella Festival gilt seit Jahren als Maßstab für großformatige visuelle Inszenierungen, bei denen kreative Visionen und technische Umsetzung unter realen Live-Bedingungen aufeinandertreffen. Bei der diesjährigen Ausgabe kam PIXERA in zwei sehr unterschiedlichen Produktionen zum Einsatz: Gemeinsam mit Rogue Productions und COUR Design für Kaskades Auftritt auf der Sahara Stage sowie mit Sketch Lab Designs und COUR Design für Addison Raes Performance auf der Main Stage.
Obwohl sich die kreativen Konzepte der beiden Produktionen erheblich unterschieden, standen dieselben Anforderungen im Mittelpunkt: zuverlässige Wiedergabe in hoher Auflösung, flexible Workflows und eine nahtlose Integration in komplexe Showsysteme.
Kaskade auf der Sahara Stage: Dynamische Visuals für ein energiegeladenes DJ-Set
Kaskades Rückkehr auf die Sahara-Bühne bot ein einstündiges DJ-Set, das sich um Progressive und Melodic House drehte und während der gesamten Darbietung Live-Tempowechsel sowie Gastauftritte beinhaltete. Aus technischer Sicht wurde Rogue Productions von COUR Design beauftragt, ein System zu entwickeln und umzusetzen, das sowohl dem Umfang als auch der Dynamik der Show gerecht werden konnte. Das Ergebnis war ein maßgeschneidertes PIXERA-System auf Basis von zwei individuell konfigurierten Medienservern in Main- und Backup-Konfiguration. Die Server arbeiteten mit jeweils vier Ausgabelizenzen und steuerten eine LED-Fläche von 77,4 x 13 Metern bei einer Gesamtauflösung von 9.288 x 1.872 Pixeln.
Neben dem immensen Umfang stellte vor allem die Struktur der Inhalte eine Herausforderung dar. Ein 22-schichtiger Notch-Block – praktisch eine Ebene pro Song – musste im Vollraster laufen, während zusätzliche vorgerenderte Vollbild-Inhalte darüber gelegt wurden. Um auch unter diesen Anforderungen eine stabile Wiedergabe ohne Frame Drops sicherzustellen, integrierte das Team NVIDIA RTX PRO6000 Blackwell GPUs, die die notwendige Rechenleistung für Echtzeit-Rendering bereitstellten.
Parallel dazu wurden vier 12G-SDI-Kamerasignale in das PIXERA-System integriert, sodass Live-Kamerasignale mit generativen Inhalten in Echtzeit kombiniert werden konnten. Eine der entscheidenden technischen Anforderungen war die Fähigkeit, Timecode mit variabler Geschwindigkeit zu verfolgen, da Kaskade das Tempo während seines Sets aktiv anpasst. Die in PIXERA 26.1 eingeführte Funktion „Pitched Timecode“ ermöglichte es, trotz dieser Tempoänderungen eine präzise Synchronisation aufrechtzuerhalten und so ein einheitliches Timing über alle visuellen Ebenen hinweg zu gewährleisten. Die Infrastruktur wurde durch eine Kramer 4K HDMI-Matrix für Backup-Routing, AV-Line-Switches von Netgear sowie einen Dante-basierten SMPTE-Timecode-Workflow ergänzt. So entstand ein robustes und redundantes System, das den Anforderungen moderner Tour- und Festivalproduktionen gerecht wird.
Addison Rae auf der Main Stage: Fokus auf Effizienz und Kontrolle
Für Addison Raes Auftritt auf der Main Stage standen andere Prioritäten im Vordergrund: schnelle Programmierung, klare Abläufe und effiziente Bedienung. Sketch Lab Designs setzte zwei PIXERA RS Gen2 Server mit PIXERA 26.1 ein, um 3 x 4K-Signale für eine LED-Wand mit einer Gesamtauflösung von 14.080 x 2.160 Pixeln auszugeben. Die Systemarchitektur war sauber zwischen Bühne und FOH aufgeteilt.
Das Bühnenrack übernahm die gesamte Ein- und Ausgangsverarbeitung, inklusive OpenGear-Infrastruktur und Signal-Routing. Ein kompaktes FOH-Flyrack mit KVM-Steuerung und einer 10G-Glasfaserverbindung ermöglichte den Fernbetrieb des Systems. Diese Trennung sorgte für effiziente Signalwege bei gleichzeitig Beibehaltung der vollen Flexibilität bei der Steuerung. Der zeitachsenbasierte Workflow von PIXERA spielte eine zentrale Rolle dabei, Sketch Lab Designs eine effiziente Programmierung der Show zu ermöglichen. Hochauflösende Inhalte konnten schnell verarbeitet werden, während mehrere 12G-Eingänge bei Bedarf eine nahtlose Integration von Kamerasignalen ermöglichten. Die integrierten Previsualisierungs-Tools erwiesen sich angesichts der gekrümmten LED-Flächen der Hauptbühne als besonders wertvoll, da sie es dem Team ermöglichten, die Platzierung der Inhalte genau zu simulieren und den Bedarf an Anpassungen während des Aufbaus vor Ort zu reduzieren.
Für die Showsteuerung kam eine Kombination aus Companion, Stream Deck Studio und einer MIDI-Faderbank zum Einsatz. Dadurch entstand eine hybride Control-Umgebung, die sowohl strukturiertes Cueing als auch manuelle Eingriffe für Elemente wie Blackouts oder Kamera-Overrides ermöglichte. Der Einsatz von ArtNet Timecode war wichtig, um das Signal über das Netzwerk zu übertragen, anstatt auf herkömmliche Audiosignale über das Multicore-System angewiesen zu sein. Die enge Zusammenarbeit mit dem PIXERA-Supportteam während der Proben und an den Showtagen trug dazu bei, Abläufe zu optimieren und offene Punkte schnell zu klären. In einem Festivalumfeld, in dem die Zeit begrenzt und die Erwartungen hoch sind, sorgt dieses Maß an Unterstützung für spürbare Sicherheit.
Bei beiden Produktionen sind die Unterschiede in der kreativen Ausrichtung offensichtlich, doch die zugrunde liegenden technischen Anforderungen bleiben dieselben. Während Rogue Productions und COUR Design ein leistungsorientiertes Setup für hochauflösende Notch-Workflows und komplexe Timecode-Szenarien benötigten, lag der Fokus bei Sketch Lab Designs auf einer effizienten und zuverlässigen Umgebung für schnelle Programmierung und den Live-Betrieb auf einer der größten Festivalbühnen der Welt. In beiden Fällen lieferte PIXERA die notwendige Kombination aus Performance, Flexibilität und Kontrolle, um Produktionen auf Coachella-Niveau erfolgreich umzusetzen.










