AV Stumpfls PIXERA steht im Mittelpunkt der neuesten VP-Stage in Südkorea

Ein PIXERA-four-RS-System mit 20 Servern treibt mehr als 94 Millionen Pixel in StudioCubes Vorzeige-LED-Volume „Studio V“ in Daejeon an.

Wallern a.d. Trattnach (Österreich), 2. April 2026 – Anfang Dezember 2025 eröffnete die Korea Creative Content Agency (KOCCA) „Studio V“, eine neue Virtual-Production-Stage innerhalb von StudioCube, Südkoreas größtem öffentlichen Broadcast-Produktionsstudio. Die Entwicklung der Anlage diente dazu, das Rundfunk- und Content-Ökosystem des Landes zu stärken, und sie setzt neue Maßstäbe für groß angelegte virtuelle Produktionen in einer festen Einrichtung des öffentlichen Sektors.

StudioCube wurde 2017 vom südkoreanischen Ministerium für Kultur, Sport und Tourismus gemeinsam mit der KOCCA gegründet und unterstützt die Entwicklung sowie die internationale Wettbewerbsfähigkeit der koreanischen Kreativwirtschaft. Mit Studio V kommt nun ein großformatiges LED-Volume hinzu, das sowohl für hochwertige Produktionen als auch für Ausbildungszwecke konzipiert wurde.

Die VP-Stage verfügt über eine 60 Meter breite und 8 Meter hohe Haupt‑LED‑Wand, eine 21 × 15 Meter große LED‑Decke und zwei bewegliche 5 × 5 Meter LED‑Seitenscreens – insgesamt mehr als 94 Millionen Pixel. Angesteuert wird das Setup von einem verteilten AV StumpflPIXERA four RS System mit 20 Servern, spezifiziert und integriert vom in Seoul ansässigen Unternehmen LIVE‑LAB Co., Ltd. Die Architektur umfasst 17 Render-Knoten, einen Director-Knoten und zwei Inner-Frustum-Knoten und bildet damit eine synchronisierte Infrastruktur, die speziell für virtuelle Produktionen im Enterprise-Bereich entwickelt wurde.

Studio V wurde um ein vollständig IP‑basiertes Produktionsökosystem mit SMPTE‑ST‑2110‑Workflows herum entwickelt und zählt damit zu den ersten großen öffentlichen Virtual‑Production‑Studios weltweit, die diese Architektur im Vollbetrieb einsetzen.

Da IP‑basiertes Routing, Multi‑Kamera‑Tracking‑Synchronisierung und stabiles Echtzeit‑Rendering unter anspruchsvollen Produktionsbedingungen erforderlich waren, benötigte LIVE‑LAB‑Produktionssupervisor und Technical Director Alvin Chu eine Media‑Server‑Plattform in Enterprise‑Qualität.

„Studio V brauchte eine Plattform, die sowohl Produktion als auch Ausbildung unterstützt – mit intuitiver Bedienung, langfristiger Stabilität und Flexibilität sowie nahtloser Interaktion zwischen Unreal Engine, Kameratracking und weiteren Produktionssystemen“, sagt Chu. „PIXERA wurde nicht nur aufgrund seiner Leistungsfähigkeit und Flexibilität ausgewählt, sondern auch wegen seiner Skalierbarkeit und Eignung für einen gemeinsam genutzten öffentlichen Arbeitsplatz.“

Als feste Einrichtung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, die mehrere Produktionsteams und Nutzer aus dem Bildungsbereich bedient, benötigte Studio V ein System, das eine deterministische Synchronisation und langfristige Skalierbarkeit ermöglicht. Die 64‑Bit‑Plattform von PIXERA unterstützt Echtzeit‑Media‑Processing, Compositing und Playback mit hoher Bandbreite über verteilte Nodes hinweg. Durch die Director‑geführte Architektur werden Wiedergabe und Steuerung zentral orchestriert, während das Rendering über synchronisierte Server verteilt wird – für framegenaue Abstimmung zwischen Kameratracking, Rendering und LED‑Output.

Um SMPTE ST 2110 in dieser Größenordnung umzusetzen, etablierten LIVE‑LAB und AV Stumpfl‘sPIXERA HQ frühzeitig ein strukturiertes gemeinsames Forschungs- und Entwicklungsprogramm. Diese Zusammenarbeit ging weit über herkömmliche Integrationsarbeit hinaus und umfasste Early‑Access‑Software‑Builds für ST 2110, GPU‑Direct‑Validierung, PTP‑Synchronisierungstests, Workflow‑Simulation und ‑Replikation sowie geschlossene Validierungszyklen zwischen dem On‑Site‑ und dem HQ‑Team.

Die Partnerschaft arbeitete in täglichen Reporting‑Zyklen und testete die replizierten Umgebungen, um das Systemverhalten unter realen Produktionsbedingungen vor der Inbetriebnahme zu validieren.

PIXERA HQ stellte direkten Zugang zu Core‑Engineers bereit und nahm während der Pilotphase an strukturierten F&E‑Sessions teil“, berichtet Chu. „Das war weit mehr als reine Konfigurationsunterstützung – es war eine gemeinsame Entwicklung, die auf KOCCAs Vision eines zukunftssicheren öffentlichen Virtual‑Production‑Studios ausgerichtet war.“

Dieser Prozess ermöglichte optimierte Engine‑Konfigurationen speziell für Studio V, die Validierung der verteilten Inner‑Frustum‑Workflows sowie umfassende Multi‑Kamera‑Tracking‑Synchronisierungstests vor dem Start.

„Sämtliche Inhalte werden über PIXERAs verteilte Infrastruktur mit 20 synchronisierten Servern verwaltet und orchestriert“, sagt Chu. „Das gewährleistet eine framegenaue Synchronisation zwischen Kameratracking, Rendering und LED‑Ausgabe – ein grundlegender Faktor für Virtual Production im großen Maßstab.“

Durch die Validierung der verteilten Workflows vor der Eröffnung gewährleistete LIVE‑LAB stabile Leistung ab dem ersten Betriebstag in einer hochfrequenten öffentlichen Broadcast‑Umgebung.

„Der Endkunde hat sowohl mit den technischen Ergebnissen als auch mit der betrieblichen Einsatzbereitschaft des Studios große Zufriedenheit zum Ausdruck gebracht“, sagt Chu. „Wir sind stolz auf unsere Arbeit und die starke Zusammenarbeit, die dieses Projekt ermöglicht hat.“

Dank seiner verteilten Architektur und des strukturierten F&E‑Validierungsprozesses dient Studio V heute als Referenzmodell für Virtual‑Production‑Infrastrukturen im öffentlichen Sektor im APAC‑Raum.